Anleitung zur Mitarbeiterdemotivation – Teil 1

Wie sie Ihre Mitarbeiter schnell und effektiv demotivieren können

Anleitung zur Mitarbeiterdemotivation

Wenn ich mich in den Unternehmen mit Führungskräften unterhalte, kommt das Gespräch früher oder später zum Thema Motivation. Wieder wurden Ziele nicht erreicht, Projekte sind im Sande verlaufen oder gute MitarbeiterInnen haben das Unternehmen verlassen.

„Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren?“ Meine Antwort: „Gar nicht – Sie dürfen sie nicht demotivieren!

Natürlich wird jetzt der Einwand kommen, dass extrinsische Motivation wirkt. Mehr Gehalt, ein neuer Firmenwagen – das motiviert doch. Ja, aber wie lange hält das an? Wie schnell haben Sie sich an die Gehaltserhöhung gewöhnt oder das Firmenfahrzeug als selbstverständlich angesehen?

Folgendes können Sie tun, damit Ziele nicht erreicht und MitarbeiterInnen demotiviert sind:

1. Mangel an klaren Zielen:

Wie sollten Sie Ihre Ziele erreichen, gute Ergebnisse erzielen, wenn Sie nicht wissen, was genau von Ihnen erwartet wird. Wenn Sie die Ziele nicht kennen oder verstehen?

Wie würden Sie wissen, was Sie tun sollen? Formulieren Sie die Ziele SMART und machen Sie diese öffentlich. Jeder im Unternehmen muss wissen, wohin die Reise geht, was Sie erreichen wollen.

2. Unzureichende Entlohnung:

Es geht hier nicht um eine einmalige Gehaltserhöhung. Es geht um eine adäquate Bezahlung, ein „faires“ Gehalt. Es wird immer Differenzen über das „richtige“ Gehalt zwischen

Unternehmen und Mitarbeitern geben. Sie können aber die tatsächliche oder vermeintliche ungerechte Bezahlung vermeiden, wenn Sie ein transparentes und offenes Entlohnungssystem einführen.

3. Keine Selbstentwicklungsmöglichkeit:

Wenn Sie weiterhin viel Geld in Seminar und Präsenzveranstaltungen stecken wollen mit wenig Effekt, tun Sie es. Die Veranstaltungskataloge sind schon da und das Monitoring zur „Zufriedenheit“ mit dem Trainer oder dem Hotel gebucht. Oder besser noch, Weiterbildung wird als Belohnung eingesetzt bzw. als Kostenfaktor gesehen. MitarbeiterInnen wissen am besten, was sie für ihre Arbeit benötigen.

Die selbstständige und eigenverantwortliche Wissens- und Kompetenzentwicklung ist dazu absolut notwendig. Dazu bedarf es innovativer Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz und im Prozess der Arbeit. Dadurch bauen Sie die lernende Organisation auf, etablieren Wissensmanagement und helfen Ihren MitarbeiterInnen einen tollen Job zu machen.

4. Inneffiziente Zusammenarbeit:

Wenn Arbeitsprozesse die Zielerreichung behindern, die Zusammenarbeit zwischen Teams und Abteilungen nicht funktionieren, haben Mitarbeiter das Gefühl, dass Ihre Arbeit nicht wichtig ist. Sie wird nicht wertgeschätzt. Die wichtigste Aufgabe des Managements ist es, für eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit zu sorgen. Das sollte oberste Priorität haben.

5. Fehler machen:

„Wer Fehler macht, fliegt!“ Kennen Sie den Satz? Wenn Sie Ihre Mitarbeiter verunsichern und demotivieren wollen, nutzen Sie ihn. Wenige Worte mit extremen Auswirkungen. Alleine wie viel Zeit durch „vertuschen“ von Fehlern vergeudet werden. Wie viel gute Ideen oder Verbesserungen nicht entstehen. Helfen Sie ihren MitarbeiterInnen die Komfort-Zone zu verlassen, Risiken einzugehen. Dadurch werden Innovationen möglich.
Im Falle eines Scheiterns, sprechen Sie es offen an. Suchen Sie die Ursache und lernen Sie und Ihre Kollegen daraus

Was Sie nun tun können?

Einfach Ihre MitarbeiterInnen nicht demotivieren! Fangen Sie heute an. Nehmen Sie sich einen Punkt und ändern Sie die Regeln, Ihr Verhalten. Achten Sie auf offene, klare und transparente Kommunikation. Etablieren Sie die Rahmenbedingungen für New Work und die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten MitarbeiterInnen zu demotivieren. Senden Sie mir doch Ihre besten Tipps.

Was genau tötet Ihre Motivation und was tun Sie dagegen?

Bis zum nächsten Blog, mit weiteren Motivationskillern, Ihr
Franz-Peter Staudt


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