Umsetzungstipps: Einsatz von Gamification

Tipps um Gamification – Elemente im Unternehmen einzusetzen

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In meinem letzten Blogbeitrag bin ich auf die Erfahrungen von SAP zum Thema Gamification eingegangen. Jetzt da Sie selber solche Elemente integrieren wollen, hier ein paar Umsetzungstipps. Was sollten Sie bei der Konzeption beachten und wie Sie mit günstigen Mitteln anfangen können.

Fragen die sich jeder Game Designer stellen sollte: Was motiviert meine Zielgruppe? Welche visuelle Sprache mögen Sie? Welche Spielertypen habe ich dort? Welches Verhalten will ich beeinflussen? Und welche Game Mechanics können mir helfen? Versetzen Sie sich in den Lernen. Was treibt ihn/sie an?

Die Octalysis Group hat 8 Motivationstreiber von Lernern im Rahmen von Gamification analysiert:

  • Punkte oder auch Badges die erreicht werden können.
  • Es muss eine Bedeutung, Story dahinter stecken.
  • Empowerment – Geheimnisse und Verstecke zu entdecken oder „unlock“ – bestimmte Fertigkeiten freischalten. Sogenannte Easter Eggs zum Beispiel.
  • Owenship – Besitz, z. B. einen eigenen Avatar erstellen zu können.
  • Sozialer Einfluss (Gifting) – Die Möglichkeit anderen Geschenke zu machen.
  • Mangel und Ungeduld – Setzen eines Rückwärtscountdowns.
  • Unberechenheit und Neugier – Überraschungen einbinden, z. B. Geheime Güter
  • Vermeidung – Bei Fehlern gibt es Punkteverlust.

Nutzen Sie diese um Ihre Lerner zu motivieren.

 

Die 8 goldenen Regeln bei Enterprise Gamification

Auch diese acht goldenen Regeln sollten Sie kenne, wenn Sie in ihrem Unternehmen Gamification-Elemente einsetzen wollen:

  • Du machst kein Spiel. Es geht um Verhalten, psychologische Variablen die ich beeinflussen möchte. Output schon am Anfang überlegen.
  • Sei vorbereitet nicht zu spielen. Nutze nicht nur Standards, Badges oder Levels. Es muss auf die Zielgruppe, den Kontext, Output abgestimmt sein.
  • Es geht nicht um Wettbewerb. Im Lernkontext sollte der individuelle Lernfortschritt Vorrang haben. Nicht der Vergleich zwischen Personen.
  • Man sollte immer wissen was erreicht will. Es gibt immer Ziele, neben den Regeln.
  • Gamification soll Probleme lösen, keine Ablenkung sein. Welche Probleme sollen gelöst werden?
  • Kenne deine Spieler. Was sind ihre Motivatoren. Nicht jeder Denkt oder Handelt gleich. Sie unterschieden zwischen den Unternehmen, in den Unternehmen, im Alter, Geschlecht, Familienstand, ….
  • Gamification ist ein Prozess und kein Projekt. Es muss ständig weiterentwickelt/ weitergestrickt werden.
  • Rechne damit, dass unvorhersehbare Ergebnisse aufkommen können. Darauf gefasst sein. Bsp.: Killers wollen nur Punkte erreichen, werden Betrügen….

Tipp: Selbsterfahrung, Spielen sie spiele, was spielen ihre Kinder am liebsten, Apps nutzen, …

 

Um Gamification im eigenen Unternehmen einzusetzen muss man sich sowohl Gedanken zum Konzeption, Inhalt, Design, wie zur Technik machen. Natürlich kann man Plattformen im eigenen Unternehme dafür einsetzen. Eine Vielzahl wird im Netz angeboten. Jedoch kann man mit kleineren Mitteln anfangen. Spiele in Workshops zum Warmup oder zur Teambildung sind auch Gamification-Elemente, die zu motivierten Lernen führen können. Kleine Überraschungen, Herausforderungen oder Belohnungen in die Lernumgebung einbauen. Quartett Kartenspiele nutzen um z. B. Auszubildenden die eigenen Produkte näher zu bringen.

Mit einfachen Autorentool, z. B. Rapitivity, können einfache kleine Spiele entwickelt werden. Bsp.: Quizelemente im „Wer-wird-Millionär-Format“.

Morzilla bietet unter http://openbadgets.org die Möglichkeiten für kleine Minizertifikate an.

Im Hinterkopf sollten Sie jedoch immer auch den Nutzen haben!

 

Für Interessierte von Gamification:

Schöne Beispiele, wie Spaß etwas verändern kann:

 

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