Kompetenzmanagement – Was soll das?

Kompetenzmanagement – eine wichtige Managementdisziplin

In meinen Blogbeitrag zu unserem Mai-Gewinnspiel ging es darum, was passieren kann, wenn man ein so strategisches Thema wie Kompetenzmanagement aufgrund Hörensagen oder durch lesen eines Fachbuches einführt. Warum fehlt die Professionalität?

Kompetenzen – Was ist das eigentlich?

Vielen Führungskräften und Entscheidern ist nicht klar, warum ein Kompetenzmanagement wichtig ist. Sie  verwechseln Kompetenzen oft mit Qualifikationen. In der Praxis allgegenwärtig,  wenn man sich die gängigen „Talent Management Software“ anschaut. Dort werden Qualifikationen und Kompetenzen unter dem Begriff „Skill Management“ vermischt. Das hilft bei der Erklärung und Implementierung eines Kompetenzmanagements nicht und führt immer wieder zu Verwirrung. Vielfach findet man in den „Kompetenzmodellen“ fast nur notwendige  Qualifikationsanforderungen, aber keine Kompetenzen.

Kompetenzmanagement

Wissen kopieren ist keine Kompetenz!

Aus diesen Gründen fehlt dann das notwendige Budget, um diese wichtige Managementaufgabe professionell zu unterstützen. Die Auswirkungen sehen und empfinden die Mitarbeitenden und die Führungskräfte jeden Tag im Arbeitsprozess.

Warum strategisches Kompetenzmanagement?

Nun, dass ist eigentlich sehr einfach zu erklären. Ohne gut ausgebildete Mitarbeitenden und Führungskräfte kann kein Unternehmen am Markt agieren. Um eine korrekte Buchhaltung erstellen zu können, müssen entsprechende Qualifikationen vorhanden sein. Ohne die theoretischen Grundlagen eines Motors zu kennen, wird ein Mechatroniker auch heute nicht weit in seinem Beruf kommen. Das leuchtet jedem ein.

In der heutigen Zeit reichen Wissen und Qualifikationen alleine nicht aus. Die Mitarbeitenden müssen in der Lage sein Herausforderungen jederzeit und überall selbstorganisiert lösen zu können.
Nur mit den notwendigen Kompetenzen der Mitarbeitenden werden Unternehmen erfolgreich am Markt agieren können!

Die notwendigen Kompetenzen für den langfristigen Erfolg ergeben sich natürlich aus der Unternehmensstrategie. Wenn die Mitarbeitenden diese umsetzen sollen, müssen diese für die kommenden Aufgaben entwickelt werden. Wissen ist schnell aufgebaut oder kann im Netz gefunden werden. Kompetenzen benötigen aber Zeit, da sich diese nur durch TUN / ANWENDEN entwickeln können.

Ein gutes Beispiel ist das Autofahren. In der Fahrschule lernen Sie die Verkehrsregeln und wo sich Kupplung, Gaspedal und Bremsen befinden. Zusätzlich wird unter Aufsicht des Fahrlehrers gefahren. So erfährt man sich im wahrsten Sinne des Wortes Fahrkompetenz. Doch richtig Autofahren lernen Sie nach der bestandenen Prüfung – durch ständiges Autofahren. Das dauert seine Zeit.

Ohne Kompetenzen kein langfristiger Erfolg!

Wenn man das weiß, dann muss man sich überlegen, wie die notwendigen Kompetenzen dokumentiert, die vorhandenen erfasst und die erforderlichen Schritte zur individuellen Kompetenzentwicklung aussehen müssen.

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Kompetenzen zeigen sich im TUN!

Kompetenzmanagement leistet einen wesentlichen Beitrag, zum

  • umsetzen der Unternehmensstrategie – flexibel und transparent,
  • erreichen der Unternehmensziele – aktiv und innovativ,
  • ausrichten der Personalmaßnahmen – an der Strategie,
  • optimieren der Personalauswahl – im Recruitingprozess und der Teamzusammenstellung,
  • entwickeln der Mitarbeitenden – individuell und zielgerichtet,
  • beschäftigen der Mitarbeitenden – entsprechend ihrer Fähigkeiten,
  • austauschen von Erfahrungswissen – Grundlage für Wissensmanagement,
  • steigern der Motivation – höhere Leistungsbereitschaft und langfristige Bindung an das Unternehmen,
  • …………

Das sind nur einige Beispiele, warum die Investition in ein gut durchdachtes und professionell eingeführtes strategisches Kompetenzmodell so wichtig ist.

Die direkten und indirekten positiven Auswirkungen auf die monetären Unternehmensdaten, durch höhere Performance und Reduzierung der Kosten, ist in vielen Unternehmen sichtbar. Die richtigen Mitarbeiter, mit den richtigen Kompetenzen und Skills, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu haben, verbessert die Umsatz- und Ertragssituation der Unternehmen. Das leistet nur ein strategisches Kompetenzmanagement!

Letztendlich profitieren Unternehmensleitung, Führungskräfte, Shareholder und Mitarbeitende davon.

Um dieses Thema zu vertiefen können Sie hier unten das Buch „Strategisches Kompetenzmanagement 2.0“ gewinnen. Einfach den Namen und Ihre Mail-Adresse hinterlassen. Keine Angst wir geben Ihre Daten nicht weiter!

PS: Was Kompetenzen sind,  können Sie in dem Essential der Professoren John Erpenbeck und Werner Sauter „Wissen, Werte und Kompetenzen in der Mitarbeiterentwicklungnachlesen.  

 

Bild-Quelle: picjumbo.com by Victor Hanacek

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