Kompetenzbasiertes Wissensmanagement

Kompetenzbasiertes Wissensmanagement –  Kompetenzentwicklung inklusive

Wir kennen alle die Darstellungen der wenig schmeichelhaften Ergebnisse von Wissensmanagement in Unternehmen. Oder schlimmer noch Sie haben es selbst erlebt. Mit großem Aufwand und noch mehr Tamtam werden technische Systeme installiert, Wissensmanagementabteilungen gegründet und die Mitarbeiter durch E-Mails, Rundschreiben oder auf Veranstaltungen eindringlich auf die Wichtigkeit hingewiesen. Die Idee und die Einsicht das Unternehmen durch geeignete Instrumente ein kollektives Unternehmenswissen aufbauen müssen, ist absolut notwendig und wichtig. So kann das vorhandene individuelle Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allen zur Verfügung gestellt werden. Durch Verknüpfen der Informationen entstehen neues Wissen, Ideen und Innovationen.

Leider scheitern solche Projekte meist. Zu viel Wert wird auf die technische Umsetzung gelegt. Viel zu wenig auf die Anforderungen und den Nutzen für die einzelnen Mitarbeiter. Auch die Unternehmensziele werden vielfach nicht beachtet.

„Könnte man Wissensmanagement und
Kompetenzentwicklung verbinden
– in einem System?“

Was in der ersten Welle der Wissensmanagementeuphorie vor rund 20 Jahren nicht funktionierte, droht auch heute zum Stolperstein zu werden. Die fast reine technische Sicht der Implementierung! Das sieht folgendermaßen aus:  Zunächst wird eine Plattform gesucht. Natürlich in der Cloud und mit hippen, browserbasierten Seiten. Nun sollen die Mitarbeiter ihr Wissen in Blogs, Foren oder Wikis dokumentieren.

Das funktioniert – natürlich nicht!

Kompetenzbasiertes Wissensmanagement

Unsplash by Joshua Earle

Gleichzeitig ist es en vogue Kompetenzmanagement einzuführen. Auch diese Idee und Entscheidung ist absolut richtig. Herausforderungen in komplexen Märkten können nicht mehr alleine durch Wissen gelöst werden. Wir benötigen Kompetenzen. In Unternehmen wird mit viel Engagement ein Kompetenzmodell erstellt. Leider meist mit an die 50 Qualifikationsanforderungen und wenigen wirklichen Kompetenzen. Dabei werden zu Beginn weder Kompetenzdiagnostik, noch die Kompetenzentwicklung berücksichtigt. Eine Integration in die sonstigen HR Prozessen, wie Recruiting oder Nachfolgeregelung, findet ebenfalls nicht statt.

 

Könnte man Wissens – und Kompetenzmanagement verbinden und

  • Bereitstellen von Informationen,
  • Generieren von Wissen,
  • Kollegiale Beratung,
  • Individuelle Personal- und Kompetenzentwicklung,
  • Einheitliche Compliance Regeln,
  • Gemeinsame Visionen, Ziele und Werte,
  • Lernen und Arbeiten,
  • …….

auf einer einheitlichen Plattform mit einheitlichen Rahmenbedingungen realisieren?

Macht das Sinn?

Nun schauen wir uns mal die folgenden drei Punkte an:

Rahmenbedingungen

Im Wissens-, als auch im Kompetenzmanagement spielen Verantwortung und Selbstorganisation die entscheidende Rolle. Neben diesem „Wollen“ bedarf es in beiden Systemen auch des „Dürfen“. Die Organisation muss Wissensaustausch und Lernen am Arbeitsplatz ermöglichen und unterstützen.

Wissensmanagement - so nicht!

Unsplash by-Glen Noble

Wissen- und Kompetenzentwicklung

Wissen und Qualifikationen sind die Voraussetzungen für Kompetenzentwicklung. Erst wird Wissen bereitgestellt und durch Anwenden im Arbeitsprozess Kompetenzen entwickelt. Warum nicht ein unternehmensweites Wissensmanagement als Grundlage für die Kompetenzentwicklung nutzen.

Ein KompetenzNetzwerk,

  • welches notwendiges Wissen schnell zugänglich macht,
  • Experten schnell gefunden werden und helfen können und
  • durch gemeinsames Anwenden notwendige Kompetenzen aufgebaut werden.

Die Plattform

Wissensmanagement und Kompetenzentwicklung benötigen die gleichen Werkzeuge zur Kollaboration und Kommunikation:

  • Videokonferenz
  • Gruppen (offene und geschlossene)
  • Blogs
  • Foren
  • Wikis
  • semantische Suchfunktionen
  • Profile zur Expertensuche
  • …..
  • …..

Scheinbar macht  die Kombination von Wissensmanagement und Kompetenzmanagement Sinn!

 

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