Die 10 Punkte eines Human Centered Workplace

Human Centered – ganzheitliche Unterstützung und Befähigung

Immer wieder lesen und hören wir, wie wichtig Kollaboration, Kompetenzentwicklung und Kundenzentrierung sind. Ohne die wir digitale Transformation nicht bewältigen. Wir den Anschluss verlieren – die Unternehmen nicht überleben werden.

Ist das alles?

In den letzten Monaten hatte ich immer mehr das Gefühl, dass dies nicht ausreicht. Es fehlt etwas. Nein, alles ist notwendig und noch viel mehr. Doch reichen diese Einzelmaßnahmen aus? Ein wenig Aus- und Weiterbildung hier, Kulturprogramme da, Kundenzentrierung dort und noch eine Priese Employer Branding.

Fehlt da nicht etwas?

Wenn wir von einem kundenzentrierten Ansatz ausgehen, muss zwangsläufig der Mensch im Fokus aller Bemühungen stehen. Wir müssen uns fragen, wie wir ihn in seiner täglichen Arbeit unterstützen können. Wir wir ihn in die Lage versetzen Leistung zu erbringen und sich selber verbessern kann. Damit er die Ergebnisse erzielen kann, die das Unternehmen benötigt. 

Wir müssen uns die Frage stellen, was Menschen benötigen, um heute, morgen und in Zukunft eine bestmögliche Leistung zu erbringen. Sie auf Anforderungen und neue Technologien vorzubereiten, die wir heute noch nicht kennen. Es geht um mehr als lernen, bereitstellen von Plattformen und neuen physischen Arbeitsplätzen.

In Workshops werden individuelle, firmenspezifische Lernkonzepte erstellt. Ein Wissensmanagement aufgebaut oder evtl. noch ein organisationaler Ermöglichungsrahmen entwickelt. Jede der Maßnahmen ist wichtig, doch leider allzu oft werden sie unabhängig von unterschiedlichen Abteilungen durchgeführt. Sind nicht aufeinander abgestimmt, geschweige integriert.

Der menschenzentrierte Arbeitsplatz ermöglicht es den Mitarbeitenden
ihre Potenzial zu entfalten,
ihre Kompetenzen zu entwickeln,
Performanz zu erbringen und
ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten!

Human Centered Workplace – mehr als Digitalisierung!

Es geht um die Fusion aller Einzelmaßnahmen zu einem individuellen „Human Centered Workplace“. Ähnlich einer Fusionsreaktion entstehen aus der Verschmelzung von Arbeit und Lernen der menschenzentrierte Arbeitsplatz unter Freisetzung von Leistungsfähigkeit und Energie.

Arbeiten, Privatleben und wann wir lernen, sind immer weniger klar zu trennen. Daher ist der Begriff Work Life Balance für mich auch unverständlich. Arbeiten ist eine Tätigkeit und Bestandteil von Leben! Das Leben beinhaltet arbeiten, lernen, erholen, Austauschen, Kollaboration ….. ohne immer klare Grenzen ziehen zu können. Wissen, Werte und Kompetenzen, die uns Menschen Persönlichkeit geben, kennen diese Unterscheidung zwischen Privat- und Arbeitsleben nicht.

Das Einzige, was wichtig ist, ist der Mensch. Das Individuum, welches in unterschiedlichen Rollen und Situationen sein Leben gestaltet.

Organisationen müssen sich überlegen, wie sie einen Arbeitsplatz gestalten, in dem sich der Mensch wohlfühlt, seine Potenzial nutzen und seine Performanz zeigen kann. Zum Wohle der Unternehmen und der Mitarbeitenden.

Der menschenzentrierte Arbeitsplatz ermöglicht es Organisationen,
das Engagement der Mitarbeitenden zu verbessen,
kundenzentrierte Innovationen zu fördern,
schnell auf Veränderungen zu reagieren und
Ergebnisse zu erzielen!

Ein menschenzentrierter Arbeitsplatz sollte folgende 10 Punkte berücksichtigen:

1. Individuelle Identität
Jeder Mensch ist einzigartig, sowohl im realen, als auch im digitalen Leben. Die Individualität spiegelt sich im digitalen Profil wieder. Die Trennung von „Arbeit“ und „Privat“ oder „Arbeiten“ und „Lernen“ lösen sich auf.

2. Menschen zentriert
Der digitale Arbeitsplatz unterstützt und befähigt die Menschen. Umfasst aber gleichermaßen die Kunden, Lieferanten, Partner und sonstige Stakeholder. Menschenzentriert, je nach Rolle und Situation.

3. Werte verankern
Werte, wie respektvoller Umgang und offener Dialog kennzeichnen die Arbeitsumgebung und müssen in der täglichen Arbeit integriert und gelebt werden. Zwischen allen Menschen (siehe 2.).

4. Ortsunabhängige Performanz
Durch die Digitalisierung ist Performanz und Produktivität immer weniger an vorbestimmte Orte gebunden. Mitarbeitende sollten die Möglichkeit haben und nutzen, dort zu arbeiten, wo es am meisten Sinn macht

5. Ergebnisse zählen
Entscheidend für den Erfolg, sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Unternehmen sind Ergebnisse. Für Anwesenheit oder tolle Ideen, welche nicht realisiert werden, kann man sich nichts kaufen.

6. Optimale Unterstützung
Der Arbeitsplatz muss mich optimal für die Leistungserbringung unterstützen. Dazu braucht es den passenden organisatorischen Rahmen, unterstützende Software und die passende Hardware.

7. Fördert Zusammenarbeit
Zusammenarbeit in internen und externen KompetenzNetzwerken muss gefördert werden. Innovation und Entwicklung findet nur durch den intensiven Austausch von Erfahrungswissen, Handeln und Evaluation statt.

8. Entwickelt Kompetenzen
Lernen und Befähigung sind wichtig für die individuelle und organisatorische Entwicklung. Unterstützt die Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungen von überallher aufzubauen und andere zu befähigen. Ermöglichst die Anbindung eines individuellen KompetenzPortfolio der Mitarbeitenden – mit allen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

9. Ermöglicht Zugriffe
Die Identität und Rollen sind bei der Anmeldung bekannt. Dadurch benötigt die Mitarbeitenden nur eine Anmeldung, um auf alle notwendigen Informationen zugreifen zu können. Weitere Legitimationen sollten wegfallen.

10. Gesundheitsvorsorge (psychisch und physisch)
Leistungsfähigkeit hat viel mit Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit zu tun. Der Arbeitsplatz muss die Mitarbeitenden bei der Prävention unterstützen und wenn nötig, vor akuten Gesundheitsgefahren warnen. Alle negativen Reize sollten unterbunden werden. Pausen und Erholungen sind notwendig!

Einfache, lineare Aufgaben werden immer mehr von AI-Einheiten übernommen. Daher müssen die Mitarbeitenden handlungs- und entscheidungsfähig sein. So können sie Lösungen in komplexen Herausforderungen erarbeiten. Oder einfach ausgedrückt – Ergebnisse erzielen.

Eine Zentrierung auf die Menschen in den Arbeitsprozessen ist daher die einzige sinnvolle Lösung. Der ganzheitliche Fokus auf seine Bedürfnisse in unterschiedlichen Rollen und sich verändernden Bedingungen.

Ist das nicht die Aufgabe von HR – Human Related Business?

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